Highlight an der Great Ocean Road: Die 12 Apostel in Australien

Neben dem Ayers Rock sind die 12 Apostel die bekannteste Sehenswürdigkeit und das häufigste Fotomotiv Australiens. Es wird geschätzt, dass jedes Jahr rund zwei Millionen Menschen die bis zu 60 Meter hohen und vom Meer umspülten Kalksteinsäulen besuchen. Die Region ist ein Ganzjahresziel, das beste Wetter herrscht zwischen November und März, dann sind hier allerdings sehr viele Touristen unterwegs. Wer den großen Rummel weniger mag, packt eine warme Jacke ein und reist von April bis Mai oder zwischen September und Oktober.

Anreise auf dem längsten Kriegsdenkmal der Welt

Wenn Sie die 12 Apostel in Australien besuchen möchten, empfiehlt sich ein Flug nach Melbourne und von dort mit einem Mietwagen oder Motorrad weiterzureisen. Natürlich wird kaum jemand ausschließlich wegen der faszinierenden Steinsäulen die lange Reise nach Down Under antreten. Ihre Besichtigung lässt sich jedoch mit vielen weiteren Highlights verbinden.

Das Abenteuer beginnt bereits, sobald Sie Ihr Fahrzeug auf die Great Ocean Road lenken. Allein diese entlang der Küste verlaufende, kurvenreiche Straße ist ein spezielles Erlebnis. Die Landschaft, die an Ihnen vorbeizieht, lässt sich kaum mit Worten beschreiben.

Möchten Sie kein eigenes Fahrzeug mieten, gelangen Sie auch mit dem Bus zu den zwölf Aposteln: Ab Melbourne oder von der Küstenstadt Port Campbell im Südwesten Victorias gibt es regelmäßige Busverbindungen, außerdem sind Greyhounds auf der Route unterwegs.

Die Great Ocean Road wurde eigentlich als ein Mahnmal gebaut: 3000 aus dem Krieg zurückgekehrte Soldaten machten sich in Gedenken an Ihre zwischen 1919 und 1932 gefallenen Kameraden an die Arbeit und schufen mit dieser Fernstraße das weltweit größte, 243 Kilometer lange, Kriegsdenkmal.

Übrigens: Falls Ihre Kondition und Zeit ausreichen, gibt es noch eine andere Möglichkeit, zu den zwölf australischen Aposteln zu gelangen: Der beliebte, 91 Kilometer lange, Wanderweg Great Ocean Walk im Port Campbell National Park führt nämlich ebenfalls an der eindrücklichen Felsformation vorbei.

Zwölf Apostel in Australien

Entlang der Road gibt es 18 Stopps, die alle eine besondere Sehenswürdigkeit bieten. Ob Thunder Cave, Elephant Rock, The Grotto, die unbewohnte Muttonbird Island, London Arch oder eine der anderen Attraktionen: eigentlich ist jede einen Besuch wert.

Nach 176 Kilometern sind Sie am Ziel. Sie haben die bekannteste Touristenattraktion in dieser Region erreicht. Wundern Sie sich also nicht, wenn der riesige Parkplatz beinahe voll besetzt ist. Neben Pkws halten hier jede Menge Touristenbusse. Das Menschengewimmel ist für Australien eher ungewöhnlich. Möchten Sie dieses Naturschauspiel in Ruhe genießen, empfiehlt es sich, eine Unterkunft in der Nähe zu buchen und hier zu übernachten. Zwar sind Sonnenauf- und untergang bei den zwölf Aposteln spektakulär, die meisten Busse halten aber tagsüber. Am Abend sowie am frühen Morgen, wenn die untergehende oder aufgehende Sonne die Felsen anstrahlt, bieten diese ein einzigartiges Farbspiel.

Wie die 12 Apostel zu ihrem Namen kamen

Bis 1922 nannte man die Felsformationen „The Sow & Piglets“, was übersetzt so viel wie „Die Sau & Ferkel“ heißt. Nachdem jedoch immer mehr Touristen hierherkamen, wurden die Kalksteinformationen umbenannt in The Twelve Apostles. Es waren übrigens nie zwölf Felsen, sondern von Anfang an nur 9 Kalksäulen. Heute sind sogar nur noch 8 zu bewundern, denn eine stürzte am 25. September 2009 vor den Augen der Besucher in sich zusammen und wurde vom Meer hinweggespült.

Informationen und Aktivitäten vor Ort

Neben dem Parkplatz wurde eine kleine Touristeninformation eröffnet, die jedoch nicht nur Informationsbroschüren ausgibt. Vor allem scheint es darum zu gehen, die Besucher mit – leider überteuerten – Snacks und Getränken zu versorgen. Vom Informationszentrum aus gelangen Sie auf einen großzügigen Holzweg, der zu den schönsten Aussichtspunkten führt. Bei den 12 Aposteln gibt es verschiedene Veranstaltungen und Angebote, die von Führungen über Tierbeobachtungen und Museumsbesuchen,  bis hin zu Ton- und Lichtshows und Bootsfahrten reichen.

Möchten Sie sich etwas Unvergessliches gönnen, dann buchen Sie einen Helikopterrundflug. Sie werden dabei nicht nur die markanten Steinsäulen aus einer spektakulären Perspektive sehen, sondern insgesamt einen wundervollen Blick auf die Küste und die Traumlandschaft werfen können.