Das Fest “Songkran” auch Wasserfest genannt in Thailand

Das Songkran Fest ist ein traditionelles thailändisches Neujahrsfest. In Myanmar, Kambodscha, Indien und Laos gibt es ebenfalls das Songkran Fest, wobei die Termine aufgrund der verschiedenen Kalender (Sonnenkalender und Mondkalender) nicht in allen Ländern die Gleichen sind. Heute ist das Songkran Fest datiert auf den 13. bis 15. April, ursprünglich gab es hierfür kein festes Datum, weil man sich nach der Frühlingstagundnachtgleiche gerichtet hat. Das Datum richtet sich nun nach dem Sonnenkalender, da seit 1888 in Thailand der Mondkalender offiziell abgeschafft wurde. An den Songkrantagen ist es typisch, dass Partys, Schönheitswettbewerbe, Boxkämpfe und Tanzvorführungen neben den landesüblichen Bräuchen stattfinden. Songkran wird in Thailand mindestens drei Tage vom 13. bis 15. April gefeiert, im Norden Thailands sogar sieben Tage vom 13. bis zum 19. April wie z. B. in Chiang Mai wo Songkran sehr groß und exzessiv gefeiert wird.

Man spricht beim Songkran oft über das „Wasserfest“. Beim Songkran Fest spielt das Element Wasser eine sehr große und wichtige Rolle. Für die Thais hat das Wasser eine enorme Bedeutung und zwar symbolisiert es das Leben, das Überleben, die Fruchtbarkeit und die Reinheit. In Thailand herrscht auch schon Tage vor dem Fest große Vorfreude, es ist üblich, dass die Häuser und Buddhas gesäubert und gewaschen werden. Jeglicher Schmutz und Müll wird entsorgt. Es heißt, dass er im neuen Jahr Unglück bringt. Neben der Säuberung der Häuser und Buddhas finden auch noch weitere Vorbereitungen statt. Wie es bei fast allen Feiertagen oder Festen üblich ist, ist es auch bei dem Songkran Fest Gang und Gäbe, dass es viele traditionelle Süßigkeiten gibt.

Wasser marsch heißt es beim Songkran Wasserfest

Schon vor dem ersten Songkrantag beginnen die Feierlichkeiten, indem die Menschen ihre Häuser putzen, Unrat verbrennen und allgemein für Ordnung sorgen. Diese Art des Frühjahrsputzes hat natürlich einen tieferen Sinn, der dem Glauben entspringt, Schmutz und Unrat aus dem alten Jahr würden im neuen Jahr für Unglück sorgen. Möchte man allerdings Glück erfahren, muss vor dem Jahreswechsel für eine gewisse Grundordnung gesorgt werden. Deshalb nehmen sich die meisten Gläubigen auch viele Stunden Zeit und führen die Reinigung der Räumlichkeiten äußerst gründlich durch, um auf Nummer sicher zu gehen. Mit diesem traditionellen Aufräumen beginnt eine feierliche Tradition, die von enormer Wichtigkeit ist.

Am ersten Songkrantag, auch genannt „Tag des Gebens“ ziehen die Menschen bereits in den frühen Morgenstunden zu ihren Tempeln oder auch Wats genannt. In den Tempeln angekommen, bekommen die Mönche Essensgaben und Süßigkeiten. Zu diesem Anlass sind die Thais in ihren schönsten Kleidern und Trachten zu bestaunen. Bevor es am Nachmittag zum „Baden der Buddha Statuen“ kommt, pilgern die Thais erneut zum Tempel und legen Blumen, Kerzen und Räucherstäbe aus. Das Baden der Buddhas kann sowohl in Tempeln als auch zu Hause stattfinden. Hier wird parfümiertes Wasser über die Hände der Statue gegossen. Neben dem Baden der Buddhas werden ebenfalls hochangesehene Mönche gebadet. Nach dem Baden zieht sich der Mönch eine neue Robe an und segnet die Gläubigen nachdem er seine Predigt gehalten hat.

Bangsakun umschreibt das Gedenken aller Verstorbenen. Es ist fester Bestandteil der Feierlichkeiten und wird entsprechend ausgiebig zelebriert. Zu Bangsakun pilgern die Menschen gemeinsam mit Mönchen zu den Gräbern und führen dort eine Zeremonie durch. Bei einfachen Verstorbenen ist es meistens eine heilige Feige, wo Knochenreste und Asche vergraben wurden. Besser betuchte Menschen können sich wiederum eine Beerdigung an einem Bodu-Baum leisten, dann findet der Pilgerweg dorthin statt. Die Zeremonie als solche unterscheidet sich dann nicht – eventuell kommen allerdings Opfergaben zum Einsatz.

Traditionen gibt es viele

Weitere Bräuche des traditionellen Feiertags sind beispielsweise, dass die Jungen Menschen die ältere Generation besuchen und ihnen kleinere Mengen Wasser über die Hände gießen. So zeigen sie ihren Respekt der älteren Generation gegenüber. Im Laufe der Zeit, hat es sich dahingehend entwickelt, dass sich bei dem Fest alle gegenseitig mit Wasser übergießen. Dabei kommt es oft zu großen „Wasserschlachten“. Diese Wasserschlachten beginnen vor dem eigentlichen Fest und enden einige Tage danach. In den großen Städten wird dieser Brauch sehr stark ausgelebt, daher bleibt man als Tourist oft nicht verschont. Eine Reise nach Opens internal link in current windowThailand zum Songkran Fest ist also sehr erlebnisreich und lohnenswert. Man lernt viele Traditionen, Bräuche und vor allem die Thais mal von einer anderen Seite kennen. Bis zu einem gewissen Grad ist es auch eine große Party, denn Touristen, Urlauber und Interessierte sind gerne gesehen. Es gibt an diesen 3 Tagen der traditionellen Bräuche so viele faszinierende Dinge zu erleben, dass es kein Wunder ist, dass viele Menschen gerade zu dieser Zeit anreisen und das Neujahrsfest mit eigenen Augen erleben. Dabei wird auch viel gefeiert und gelacht. Wer die Zeit findet, sollte sich einmal eine Auszeit gönnen und zu den traditionellen Feiertagen anreisen. Einige Reiseveranstalter haben bereits verschiedene Pakete im Angebot und vor Ort finden sich spezielle Veranstaltungen, die sich an Reisende richten. Auf diese Weise sollte diese Feierlichkeit zu einem unvergesslichen Erlebnis werden, das es in dieser Form auch nirgendwo anders auf der Welt geben wird.